Umzug als Minimalismus-Helfer: Weniger schleppen, leichter leben
Ein Umzug ist der beste Minimalismus-Workshop * – komplett praxisnah. Hier bietet sich Dir die Chance alten Ballast loszulassen und wichtige Fragen für das künftige Leben zu stellen. Was nehme ich mit? Wie will ich in meinem neuen Zuhause leben? Habe ich den Gegenstand überhaupt genutzt? Werde ich ihn zukünftig in der neuen Umgebung nutzen?
Die Frage lautet also nicht „Was nehme ich alles mit?“, sondern: „Wie kann ich unser Leben leichter machen?“
Praktische Ansatzpunkte können sein:
- Dubletten reduzieren: Wie viele Töpfe, Vasen, Bettwäsche-Sets braucht ihr wirklich? Alles, was schon lange nicht benutzt wurde, darf hinterfragt werden.
- Sammlerstücke im neuen Lebensabschnitt neu bewerten: Bücher, Deko, Erinnerungen – lieber eine kuratierte Auswahl sichtbar feiern als alles aufbewahren. Schlimmstenfalls in Kartons auf dem Dachboden oder im Keller.
- Aus dem Alltag heraus denken: Dinge, die du seit Monaten oder Jahren nicht nutzt, blockieren Platz und Energie in deinem neuen Zuhause. Ein Umzug zeigt schonungslos, was nur „mitgeschleppt“ wird.
Jeder Gegenstand, der nicht in den Karton wandert, muss später nicht mehr von Dir ausgepackt, eingeräumt oder abgestaubt werden. Du schenkst Dir mit jeder bewussten Entscheidung Zeit und Leichtigkeit. Ausserdem spart es bestenfalls Umzugskosten. Denn so kann es durchaus sein, dass Du ein kleineres Fahrzeug, kleineres Umzugsteam und weniger Zeit benötigst.
So entsteht aus Karton-Chaos Gemütlichkeit
Im neuen Zuhause ist die Versuchung groß, „erst einmal alles irgendwo hinzustellen“ – und später Ordnung zu machen. Doch dieses „später“ zieht sich oft über Jahre. Besser ist es, schon beim Einziehen Ordnungsstrukturen mitzudenken und dann konkrete Anweisungen zu geben.
Hilfreiche Schritte können sein:
- Räume zuerst die Bereiche ein, die euch im Alltag stark entlasten: Küche, Badezimmer, kuschelige Schlafplätze.
- Plane Zonen (z.B. in jedem Zimmer aber auch etwas wie Posteingang, Schulzeug, Hobbies) statt einfach Schränke „vollzumachen“.
- Schaffe bewusst kleine Inseln der Gemütlichkeit: eine Leseecke, ein Lieblingsplatz im Wohnzimmer…hier kannst du durchatmen, wenn der Einzug gerade mal zuviel zu sein scheint. Mit aufgeladenen Batterien geht es später weiter.
Es muss nicht sofort und perfekt sein
Vielleicht stehst Du vor gepackten Kartons und hast das Gefühl, schon im Chaos zu versinken. Dann darfst du dir zwei Dinge immer wieder vor Augen führen. Du musst nicht alles sofort machen, sondern Schritt für Schritt. Und jeder kleine bewusste Schritt – jede einsortierte Schublade, jede ausgepackte Kiste, jede klare Entscheidung bringt Dir Struktur und Leichtigkeit.
Es muss aber nicht perfekt sein. Vielleicht stellst du später auch fest, dass Du ein etabliertes System noch einmal umstellen willst, weil Du viel bessere Lösungen im täglichen Gebrauch findest. Dann kannst du immer noch deinen Perfektionismus rauslassen. Am Anfang reicht allerdings schon eine Grundordnung, die für Dich arbeitet.
Neugierig geworden?
In der neuen Episode von „ordentlich inspiriert- #060 Der Umzug geht weiter sprechen wir darüber. Und in der kommenden Folge und dem nächsten Blogartikel gibt es mehr Tipps zum Umzug und wie Du die Familie mit ins Boot holen kannst.
* Wenn Du dovh einen Minimalismus-Crashkurs mit uns erleben möchtest, dann buche Dich hier für den Onlinekurs ein: Zuhause klarer denken - Minimalismus für stressfreie Abende I Einführung
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Aline von Gut.In.Ordnung - chaos to cosy kümmert sich um Chaos in Familien und coacht Minimalisten oder Menschen, die nachhaltiger leben wollen. Aline: www.gutinordnung.de, insta unter gutinordnung
Tanja kümmert sich um Ordnung bei Senioren und coacht den Umgang mit Routinen Tanja: www.ordnungsfan-neuenhagen.de, insta unter ordnungsfan