Gute Vorsätze fürs neue Jahr – warum nicht mal in Ziele verwandeln?
Kaum ist Weihnachten vorbei, beginnt die Zeit der guten Vorsätze. Voller Motivation und mit großen Plänen für das neue Jahr. Doch oft bleibt von diesen Vorhaben schon nach wenigen Wochen nicht mehr viel übrig. Schon nach kurzer Zeit sind die meisten Vorsätze gescheitert, abgebrochen oder auf später verschoben. Und dieses „später“ kommt nie.
Ziele vs. Vorsätze
Doch statt uns zu überfordern, dürfen wir dieses Mal mit mehr Struktur, Klarheit und Gelassenheit starten – und dabei den Blick zuerst auf das richten, was bereits gelungen ist. Bevor du also neue Vorsätze festlegst, wie wäre es mal mit der Festlegung neuer Ziele oder dem Erweitern bereits bestehender Ziele.
Es hilft, zuallererst einmal zurückzuschauen: Was ist dir in diesem Jahr gut gelungen? Worauf bist du stolz? Was darf bleiben, was darf gehen? Ein bewusster Rückblick schafft nicht nur Klarheit, sondern auch Motivation um weiter zu gehen. Denn wer aus der Fülle startet – also aus dem, was bereits funktioniert – hat eine ganz andere Energie als jemand, der nur auf das schaut, was noch fehlt.
Überlege anschließend, was du mit ins neue Jahr nehmen möchtest. Vielleicht ist es eine Routine, ein Gedanke, eine Erfahrung oder einfach das Bewusstsein, dass das Ziel weder perfekt noch Weltrekordniveau sein muss. Hilfreich kann ein Visionboard sein. Das ist eine visuelle Sammlung von Zielen, Wünschen und Inspirationen. Wer bereits eines hat, kann es jetzt aktualisieren und an die neue Lebensphase anpassen. Auf einen Blick siehst du so an deinem Visionboard, was dir wirklich wichtig ist. Außerdem zeigt es dir sofort auf, an welchen Aufgaben und Projekten du dran bleiben wolltest. Es gilt dabei: Weniger ist mehr. Zu viele Vorsätze überfordern. Wähle lieber ein bis zwei Schwerpunkte für dein neues Jahr. Ziele, die dich wirklich weiterbringen, wie Gesundheit und Bewegung, Ordnung und Minimalismus oder Zeitmanagement und Gelassenheit.
Schritt für Schritt
Neue Routinen brauchen Zeit, deshalb ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Überlege dir konkret: Was brauche ich dafür? Wann starte ich wirklich? Und wie bleibe ich dran? Kleine, realistische Schritte wirken langfristig stärker als große Vorhaben, die nach kurzer Zeit scheitern.
Wichtig ist auch, den Umgang mit Rückschlägen einzuplanen. Kein Mensch ist 24/7/365 diszipliniert. Manchmal hilft es, den Fokus auf den aktuellen Tag zu lenken. „Nur heute werde ich...“ – so bleibt die Motivation lebendig, ohne Druck oder schlechtes Gewissen.
Ein Vorsatz wird erst dann wirkungsvoll, wenn er konkret formuliert ist. Statt „Ich möchte ordentlicher werden“ könntest du sagen: „Ich räume jeden Sonntag 15 Minuten meinen Schreibtisch auf.“ So entsteht Verbindlichkeit. Überlege dir, was du dafür brauchst. Vielleicht Unterstützung und einen Blick einer zweiten Person von außen?
Lege dabei ein realistisches Startdatum fest, etwa den 10. Januar anstelle vom 1. Januar. Kleine Routinen, die regelmäßig stattfinden, sind die Grundlage für nachhaltige Veränderung.
Nachhaltig und auf die Zukunft ausgerichtet
Auch das Thema Nachhaltigkeit darf bei den guten Vorsätzen Platz finden. Mehr zu Fuß gehen, statt das Auto nehmen. Bewusster konsumieren, weniger, aber hochwertiger. Ordnung schaffen, um Zeit, Geld und Energie zu sparen. Diese Vorsätze machen nicht nur das eigene Leben einfacher, sondern sind auch ein Beitrag zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen.
Am Ende geht es nicht darum, perfekt zu sein oder alles auf einmal zu schaffen. Gute Vorsätze sind eine Einladung, das Leben mit mehr Bewusstheit zu gestalten – Schritt für Schritt, mit Klarheit, Struktur und Freude am Tun. Wer sich erlaubt, loszulassen, stolz zurückzublicken und aus dieser Haltung heraus Neues zu beginnen, startet das Jahr mit einer ganz anderen Leichtigkeit. So klappt es dann vielleicht auch besser mit den Zielen statt den Vorsätzen.
Neugierig geworden?
In der neuen Folge von „ordentlich inspiriert- #052 Ziele statt Vorsätze“ sprechen wir darüber.
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