Neues Jahr - gute Vorsätze oder Kurzschlussreaktion?


 


Happy New Year – oder lieber nicht? Sind Neujahrsvorsätze eher eine Kurzschlussreaktion oder doch langfristig eine gute Idee?

Gute Vorsätze zu Neujahr - wer kennt sie nicht. ABER: Sind sie wirklich etwas, was wir uns vornehmen sollten? Sind sie eine Kurzschlussreaktion, eine utopisch hohe Messlatte, die wir legen und doch nicht erreichen können? Ist der Druck nicht viel zu hoch? Das Ziel unrealistisch, aus einer Laune heraus, gesteckt.

Wie erfolgreich sind wir eigentlich dabei, unsere Ziele zu erreichen? Laut Statistik (*1 ) schaffen es nur 12 % der Menschen, ihre Vorsätze länger als einen Monat einzuhalten. 6 % geben bereits nach einer Woche auf, und immerhin 27 % halten zwei Monate durch. 

Warum also scheitern so viele, und wie können wir es besser machen?

Der Jahreswechsel

Der Jahreswechsel signalisiert einen Neubeginn. Es ist die perfekte Gelegenheit, alte Gewohnheiten zu hinterfragen und motiviert in ein neues Kapitel im eigenen Leben zu starten. Also häufen sich hier die angefangenen Projekte, guten Ideen und viele Wünsche. Doch diese Euphorie birgt auch die Gefahr von überstürzten Entscheidungen und unrealistischen Zielen. Denn sie werden aus einer Laune heraus getroffen.

Fünf gute Tipps für realistische und nachhaltige Vorsätze in deiner Ordnung

Nun sind wir Ordnungsexpertinnen und geben dir hier keine Lifestyletricks an die Hand, aber doch handfeste Ordnungstipps. So kann der Vorsatz in diesem Jahr vielleicht wirklich als stetige Begleitung an deiner Seite sein.

Wenn du also deine Ziele wirklich umsetzen willst, helfen dir diese praxiserprobten Strategien:

  1. Starte klein und sichtbar: Beginne mit kleinen, überschaubaren Flächen wie dem Küchentisch oder deinem Schreibtisch. Ein aufgeräumter Bereich sorgt sofort für ein Erfolgserlebnis und motiviert für weitere Schritte.
  2. Die 3-Kisten-Methode: Sortiere nach drei Kategorien: Behalten, Spenden/Verkaufen und Wegwerfen. Diese Methode hilft dir, schnell Entscheidungen zu treffen und Klarheit zu schaffen.
  3. 15-Minuten-Regel: Teile deine Aufgaben in kleine Häppchen ein. 15 Minuten Aufräumen sind leicht zu bewältigen und reduzieren die Hemmschwelle für den Start der Aktion. Wenn du das zwei- bis dreimal pro Woche machst, siehst du schnell Fortschritte.
  4. Nach Themen statt nach Räumen sortieren: Sortiere gezielt nach Kategorien, wie Kleidung, Bücher oder Dokumenten, statt Raum für Raum vorzugehen. So bleibst du fokussiert auf eine Sache und siehst wie viel wirklich in deinem Haushalt schlummert. Außerdem verlierst du so nicht den Überblick.
  5. Routinen etablieren: Ordnung sollte kein einmaliges Projekt sein. Entwickle Routinen, die dich langfristig unterstützen, wie etwa das Aufräumen deines Schreibtisches jeden Abend. Die solltest du das ganze Jahr beibehalten.

 

Kurzschlussreaktionen vermeiden

Manchmal verleitet uns der Neujahrs-Eifer zu überstürzten Aktionen, die mehr Chaos als Ordnung schaffen. 

Hier einige Fallstricke, die du umgehen solltest:

  • Nicht alles auf einmal ausmisten: Der Versuch, an einem Tag das ganze Haus zu entrümpeln, überfordert und endet oft im Frust. Außerdem schaffst du so auf einmal ein Chaos, dass du nicht beherrschen kannst. Da ist Aufgeben vorprogrammiert.
  • Keine unüberlegten Wegwerfaktionen: Sortiere bewusst aus, statt Dinge im Affekt zu entsorgen. Und entsorge nie Dinge, die dir nicht gehören. Nur deine eigenen Sachen. Die anderen werden dem guten Beispiel schon folgen.
  • Minimalismus nicht erzwingen: Ein radikales "Alles muss weg" ist selten richtig. Auch Minimalismus ist keinesfalls ein leeres Zimmer mit einer Matratze. Nähere Dich langsam und bewusst deinem Zielbild. Sonst wirfst du weg und musst es später neu kaufen. Das ist wenig nachhaltig.
  • Keine übermäßigen Käufe von Ordnungsboxen: Plane zuerst, was du wirklich brauchst. Meist reichen zunächst die vorhandenen Dinge. Wenn du dann ein System gefunden hast, kannst du immer noch an schönes Boxen denken.
  • Keine Aktionen ohne Strategie: Setze dir klare Ziele und erstelle einen Plan. Dann hast du eine Marschroute für dich und bist fokussiert.


Der Jahresanfang bietet also eine großartige Chance, positive Veränderungen zu starten. Doch um langfristig erfolgreich zu sein, lohnt es sich, realistisch zu bleiben, klein anzufangen und Routinen zu entwickeln. So wird aus einem guten Vorsatz keine Kurzschlussreaktion – sondern ein Schritt in ein dauerhaft ordentlicheres und erfüllteres Leben.

Also, worauf wartest du? Pack es an – Du schaffst es Schritt für Schritt!

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(*1) Statistik: https://de.statista.com/infografik/20354/zeitraum-den-die-befragten-ihre-guten-vorsaetze-einhalten/

Und wenn du noch mehr Inspiration brauchst und Tipps, wie dir das Durchhalten leichter fällt, dann lies noch weiter auf Aline's  blog: "Und täglich grüßt das Murmeltier -  welche Routinen dir beim Durchhalten helfen"